Aal-Besatz-Aktion 2020

Am 22.05.2020 haben wir uns (als Verein mit dem neuem Vorstand) zum ersten Mal an der Besatz-Aktion mit sogenannten Farm-Aalen beteiligt. Die beim AVN bestellten 6 Kilogramm (ca. 1500-2000 Tiere) wurden in Neustadt in Empfang genommen und an zwei Stellen zwischen Luttmersen und Helstorf ausgesetzt. Farm-Aale sind auf etwa 10-15cm herangewachsene Glasaale. Diese können einen Teil des besonders kritischen Lebensabschnittes unter kontrollierten Bedingungen im Zuchtbecken verbringen. Da es Anhaltspunkte dafür gibt, dass sich Glasaale schneller an das Gewässer anpassen können, da sie sich im Gegensatz zu Farmaalen nicht an Trockenfutter gewöhnt haben und den Rückstand im Wachstum nach kurzer Zeit schon wieder wett machen können, werden wir zukünftig zumindest einen Teil des Besatzes als Glasaal in das Gewässer ausbringen.

Thorsten, Christoph und Jens beim Einsetzen oberhalb der Panzerfurt

Die Aale schienen es kaum erwarten zu können, ihr neues Gewässer zu beziehen. Kraftvoll schlängelten sich die kleinen über den Kescherrand.

Behutsam werden die Fische aus der Transportboxin den Kescher befördert.

Ab in die Freiheit!

Noch etwas zu klein für die Räuchertonne...

In der Nähe der Jürsenmündung wurden weitere Fische ausgesetzt. Der Vorstand blickt ihnen hoffnungsvoll nach.

Immer noch sehr muntere Jungaale entschwinden ins Tiefe.

Jens und Thorsten beim Einsetzen der letzten Aale.

Es gab fast keine Verluste, nur ganz wenige Fische sahen nicht mehr so vital aus. Somit gehören die Gerüchte, welche von sogenannten Tierschützern zu diesem Thema verbreitet werden, also ins Reich der Fantasie. Die Aktion war ein voller Erfolg und wird nächstes Jahr natürlich wiederholt, nach Möglichkeit werden wir uns wie schon erwähnt auch an der früher im Jahr stattfindenden Besatzaktion mit Glasaalen beteiligen. 

Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass viele der Fische ihre Laichreife erreichen und wiederum für Nachwuchs sorgen können. Der eine oder andere darf aber auch ruhig am Haken unserer Angeln landen. Wo sie nicht landen dürfen, sind natürlich die Turbinen von Wasserkraftwerken und die Mägen hungriger Waller. Wünschen wir ihnen das Beste.


Anangeln am 29. und 30. Mai 2019

 

Nachdem der Papierkram erledigt ist (Danke an Thorsten!), konnte jetzt auch das aktive Vereinsleben wieder beginnen. Am 29.05. war es endlich soweit - das erste Gemeinschaftsangeln nach langer Pause hat stattgefunden. Als Treff-, Grill- und Klönpunkt diente uns das Luttmersener Schützenhaus, dessen Mitnutzung uns netterweise vom örtlichen Schützenverein ermöglicht wurde. Mit einer Teilnehmerzahl von 18 Personen (davon haben 14 mitgeangelt) war die Veranstaltung sehr gut besucht. In gemütlicher Runde wurden neue Kontakte geknüpft oder alte aufgefrischt. Bei bestem Wetter und mit Bratwürstchen gestärkt ging es gegen 20:30 Uhr an die Angelplätze im Bereich Fuchsbauten / Bürener Wiese / Asche's Wiese. Die ersten Köderfische hingen bald am Haken und wurden auf Zander, Hecht und Wels ausgelegt. Hauptziel war bei den meisten natürlich der Aal. Doch würde der Aal "laufen" nach dem doch recht kühlen Wetter der vergangenen Wochen? Nicht wirklich, wie sich herausstellte. Gegen 23 Uhr begann eine kurze Beißphase, und bei Stefan ging der erste "Schnürsenkel" an die Angel. Etwas später konnte Christoph einen ordentlichen Aal landen, danach wurde es wieder ruhiger. Gegen Mitternacht wurde zusammengepackt, um nicht noch die ganze Leine leer zu fischen :-) Außerdem sollte es für viele eine kurze Nacht werden, denn schon um 07:00 Uhr des nächsten Tages war ein weiteres Angeln angesetzt und die meisten wollten (natürlich) wieder mit dabei sein.

Und so fanden sich in der Frühe wieder 9 mehr oder weniger ausgeschlafene Angler am Schützenhaus ein, von wo es nach kurzer Auslosung der Plätze erneut ans Wasser ging. Und es dauerte nicht lange, da ging die erste Erfolgsnachricht durch die WhatsApp-Gruppe. Christian hatte seinen Angelplatz schlauerweise erstmal mit dem Kunstköder "bearbeitet" und drillte schon den ersten Fisch, als so mancher noch über die Wiese stapfte. Und das war kein kleiner! Ein 1,06 Meter langer Wels hatte sich den Gummifisch geschnappt und machte an der kleinen Spinnrute ordentlich Rabatz. Was für ein Auftakt!

Christian mit dem Fang des Tages

Bisse auf diverse Naturköder zeigten bald, dass noch mehr gegen würde. Chris bekam an der Sandbank einen guten Döbel an den Haken.

Luttmersener Strand-Döbel von Chris

Angelplatz mit Wach-Service

Die Köderfischrute von Jens war gerade ausgelegt, da machte sie erste Bekanntschaft mit einem großen Raubfisch. Der wird doch noch zu kriegen sein!? Als sich aber zum Ende hin nichts mehr tat, wurde nochmal auf Kunstköder umgesattelt. Und damit klappte es dann doch noch. Ein 77 Zentimeter langer Hecht schnappte sich den Wobbler. Petri!

Und ein schöner Abschluss für Jens

Um 12 Uhr wurde dann eingepackt und es ging wieder zum Grillen ins Schützenhaus. Der ein oder andere Gast gesellte sich zur Runde und bei knackigen Würstchen und einem kühlen Blonden haben wir die Veranstaltung ausklingen lassen. Obwohl nicht jeder mit einem Fisch im Eimer nach Hause fuhr, hatten wir doch alle unseren Spaß und waren uns einig, dass es eine gelungene Veranstaltung war, die unbedingt regelmäßiger Wiederholung bedarf.



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